Praktika

Heute besteht ein Studium häufig nicht mehr nur aus Theorie – viele Studiengänge sehen auch Praktika vor. Dies betrifft z.B. die Lehramtsstudiengänge in Rheinland-Pfalz, die obligatorisch ein Schulpraktikum vorsehen. Andere Studiengänge setzen Praktika in ihrem jeweiligen Fachgebiet voraus bzw. verankern dieses in der Studienstruktur.

Praktika bedeuten, etwas in der Praxis zu erproben – sein Wissen einzusetzen und damit Erfahrungen zu machen. Natürlich sind das im Studium erworbene und das im Praktikum eingesetzte Wissen nicht immer deckungsgleich. Manchmal erwirbt man völlig neue Kenntnisse und Kompetenzen, manchmal kann man das eigene Fachwissen nicht sofort einsetzen oder muss sich speziellere Wissensbereiche erschließen. Die Erfahrungen eines Praktikums beziehen sich dabei nicht nur auf das, was man macht, sondern auch wie und mit wem, d.h. dass neben den fachlichen immer auch soziale Aspekte eine große Rolle spielen.

Generell bilden Praktika nicht nur einen wichtigen Bestandteil des universitären Studiums, sie unterstützen auch die Orientierung und Persönlichkeitsbildung. Da das Lernen in Praktika meist vielschichtig ist und eher unterschwellig vonstatten geht, sind diese Lernprozesse umso bedeutsamer. Wer auf eine enge Verzahnung von Praktikum und Studium Wert legt, sollte auch prüfen, ob und wie sein Praktikum betreut wird und ob es Gelegenheit zu einem Reflexionsgespräch gibt.

Wer schon Praxiserfahrung hat, sollte immer prüfen, ob er/sie sich diese für vorgeschriebene Praktika anrechnen lassen kann.

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