Studien-Etikette

Auf die (Anrede-) Form kommt es (eben doch) an: Du oder Sie?

Der Einstieg an der Universität bedeutet auch eine Umstellung des sozialen Umgangs und der sozialen Ausdrucksformen – also des Verhaltens gegenüber anderen Mitgliedern der Universität. Auch das will gelernt sein!

An der Universität geht es häufig etwas distanzierter zu als an der Schule: Der Kontakt zu Lehrenden an der Universität ist nicht so eng und auch in anderer Hinsicht verschieden von dem zu Lehrerinnen und Lehrern. Da an einer Universität nicht nur die Lehre, sondern auch die Forschung eine große Rolle spielt und eine Professorin und ein Professor aufgrund ihrer/seiner Position eine hohe Reputation und große Unabhängigkeit genießt, solltet Ihr das Verhältnis entsprechend gestalten – also mit Respekt vor der Leistung, die Ihr nicht immer seht, weil sie auch außerhalb des Hörsaals stattfindet, und vor der Person, die Euch im Studium begleitet und Eure Leistung bewerten wird. Zugleich wird mehr Selbständigkeit von Euch selbst verlangt, da Ihr Euren Lernprozess selbst gestaltet und größere Entscheidungsspielräume habt als vorher.

Eure Eltern sind an der Universität nicht mehr gefragt – Ihr selbst tragt die Verantwortung für Eure Verhaltensweisen und für Eure Leistungen.

Die neue Rolle, die Ihr an der Universität einnehmt, wird durch das „Sie“ gewürdigt, das – von Ausnahmen abgesehen – von nun an die gängige Anredeform ist. Daher haben wir auch schon auf dieser Seite die Haltung angenommen, die Euch an der Universität begegnen wird.

Wir raten Euch zu einer gesunden Form von Selbstbewusstsein, Höflichkeit und Offenheit. Mt Respekt vor Euch selbst und anderen werdet Ihr sicher einen guten Weg finden, Euch an der Universität zu integrieren und dabei Eure eigenen Interessen und die anderer gleichermaßen zu respektieren. Respekt gehört immer und überall dazu, das ist klar, denn nur wer andere respektiert, kann das auch für sich einfordern.

Besser als wir kann das vielleicht Freiherr von Knigge formulieren, den ein Mitglied des UniBlog-Teams zu diesem Thema interviewt hat:

Benimm-Experte Knigge in Landau: Es sind die kleinen Dinge